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Januar 11, 2009

„Zeit“ auf der Wunschliste ganz oben Große Genussstudie 2008

Posted in: Gesellschaft&Soziales, Freizeit&Lifestyle, Kunst und Kultur, Pressemitteilungen

igk_aktionszeichen_web.jpgWas sich die Deutschen wirklich wünschen, ist Zeit zu haben und mit der Familie zusammen zu sein. Dies gaben jeweils knapp 70 % der Befragten der Genussstudie 2008 an. Ein Gespräch unter Freunden, in der Natur zu sein und ein leckeres Essen stehen auf der Genussliste ebenfalls ganz oben (jeweils über 60%).

Im Auftrag der Initiative Genusskultur wurden von der TÜV Rheinland/Impuls GmbH in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn bundesweit 1.042 Personen im Alter von 18 bis 89 Jahren nach ihren Einstellungen zum Thema Genuss befragt. Was manche vermuten und andere vielleicht leugnen: An dem Klischee des Sex, Drugs and Rock’n Roll liebenden Mannes ist etwas dran. Im Vergleich zu Frauen gaben mehr Männer an, dass Genuss für sie bedeutet, ihre Sexualität auszuleben, Alkohol zu genießen und ein leckeres Essen zu kosten. Frauen hingegen lieben eher ein gutes Buch, einen Spaziergang und einen Einkaufsbummel.

Gesunde Genießer in Ost und West
Ein erfreuliches Ergebnis der Studie: Fast die Hälfte der Deutschen sind gesunde Genießer (45,7%). Diese sind etwas häufiger in den alten Bundesländern anzutreffen als in den neuen (56,3% vs. 40%).  „Für die gesunden Genießer ist Genuss etwas Wichtiges in ihrem Leben. Sie schreiben ihm positive Auswirkungen auf Geist und Körper zu. Gleichzeitig sind sie sich bewusst, dass Genießen immer

auch bedeutet, bestimmte Grundsätze zu beachten wie bewusst genießen und Maßhalten”, erklärt Dr. Stefan Poppelreuter, Diplom-Psychologe und Bereichsleiter der TÜV Rheinland/Impuls GmbH. Ein gesunder Genießer achtet auf sich und seinen Körper, er ernährt sich ausgewogen und treibt Sport oder geht gern spazieren. Er gönnt sich regelmäßig Genusserlebnisse, aber übertreibt es nicht.

Von fünf verschiedenen Typen sind am zweithäufigsten die zurückhaltenden Genießer vertreten - besonders in den neuen Bundesländern (35,6%). Potenzielle Risiken bestimmen ihr Denken in hohem Maße. Gutes Essen? Ja, aber wird man dann nicht übergewichtig? Ein guter Schluck mit Freunden? Ja, aber wird man davon nicht abhängig? Hin und wieder können auch die zurückhaltenden Typen genießen, jedoch nur dann, wenn sie vorher eine Leistung erbracht haben, die den Genuss rechtfertigt.

Deutlich mehr Menschen in den neuen Bundesländern zählen sich zu den schuldbewussten Genießern, die von Gewissensbissen geplagt werden (11,9% Ost vs. 7,6% West). Einerseits wünschen Sie sich einen uneingeschränkten Zugang zu Genussmöglichkeiten, andererseits begleitet sie fast ständig ein schlechtes Gewissen, vor allem wenn sie sich etwas „gönnen”.

Männer genießen eher riskant - Frauen eher schuldbewusst
Doppelt so viele Männer wie Frauen finden sich in der Gruppe der riskanten Genießer - 12,6% im Vergleich zu 6,1% der Frauen. Sie probieren gern aus und nehmen schädliche Auswirkungen ihrer Experimentierfreudigkeit in Kauf. Ihre Motivation ist, mitzureden und nicht den Eindruck zu bekommen, etwas zu verpassen, ob beim Essen, Trinken
oder Sport.
„Frauen sind dagegen häufiger als Männer unter den „schuldbewussten Genießern”
zu finden, die sich ihr Genusserleben „verdienen” müssen und von Gewissensbissen verfolgt werden”, resümiert der Studienleiter Stefan Poppelreuter.

Einstellungen zu Alkohol
Alkohol ist ein Thema, mit dem man verantwortungsvoll umgehen muss. Dessen ist sich die Mehrheit der Deutschen bewusst. Befragt nach der Zustimmung zu elf verschiedenen Aussagen zu Genuss und Alkohol waren fast alle Interviewten der Meinung „Verantwortlicher Alkoholkonsum ist wichtig. Dies beinhaltet auch, eine Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche zu übernehmen”. Nur so können Heranwachsende lernen, mit Alkohol umzugehen. Weiterhin legen die Deutschen einen großen Wert auf Aufklärung über Alkoholmissbrauch. Der Aussage „Alkohol ist Gift für den Körper. Ein komplettes Verbot wäre am besten” stimmten hingegen die wenigsten Befragten zu.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Deutschen sehr differenziert mit dem Thema Alkohol umgehen und die Verantwortung für einen maßvollen Genuss bei sich selbst sehen.
Über die Initiative Genusskultur (IGK)
Die IGK möchte einen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen Genusskultur in Deutschland leisten, in der es eine klare Abgrenzung zwischen verantwortungsvollem Genuss und übermäßigem Konsum gibt. Dazu führte sie neben der Genussstudie eine Genusstour durch 30 deutsche Städte im Oktober 2008 durch. Die Tour konnte mehr als 17.000 Besucher auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Genuss aufmerksam machen. Die Botschaft der IGK lautet: „Meine Freiheit. Meine Verantwortung.” Denn: Wer einerseits die Freiheit des Genusses fordert, muss andererseits auch bereit sein, Verantwortung zu tragen. Gegründet wurde die IGK im Mai 2008 in Berlin von den Spirituosenunternehmen Diageo Deutschland und Pernod Ricard Deutschland.

Journalistenkontakt:
Jens Koop
Initiative Genusskultur
Kampagnenbüro
Markt 1
45127 Essen
Tel: 0800 / 664 744-20
Fax: 0800 / 664 744-21
E-Mail: info@initiative-genusskultur.de
www.initiative-genusskultur.de


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